Entsteht ein finanzieller Anspruch oder nur ein Informationssignal?
PRODUCT & REGULATORY COMPARISON LAYER
Ähnliche Oberfläche.
Anderes Produkt.
Ein binärer Ereignisausgang macht aus einem Produkt noch keine Binäroption, keine Wette und kein Finanzinstrument. Entscheidend ist die konkrete wirtschaftliche und rechtliche Konstruktion.
Risikoübertragung, Absicherung, Spekulation
Variabel oberhalb/unterhalb des Strike
Marktpreis; Modell- und Volatilitätsbezug
Regulierter Markt / MTF oder OTC
Regelmäßig vor Fälligkeit handelbar
Kurzfristige Richtungsspekulation
Fixer Betrag oder null
Oft proprietärer OTC-Pay-out
Anbieter häufig direkte Gegenpartei
Typisch kein echter Sekundärmarkt
Erwartung zu objektivem Ereignis handeln
Ereignisabhängig, häufig fix oder null
Zweiseitige Preisbildung oder Anbieterquote
Je nach Modell Börse, MTF oder anderer Betreiber
Produktabhängig; Sekundärhandel möglich
Information und Erwartungen aggregieren
Virtuell oder vermögenswertabhängig
Crowd-basierte Marktpreisbildung
Exchange, AMM oder Forschungsplattform
Vom Marktdesign abhängig
Wette auf ungewissen Ausgang
Quote × Einsatz
Buchmacherquote oder Wettbörse
Buchmacher / Wettbörse
Cash-out nur, wenn angeboten
Meinungen aggregieren und erklären
Keine vermögenswerte Auszahlung
Score / virtuelle Wahrscheinlichkeit
Informations- oder Simulationsplattform
Virtuelle Position veränderbar
Einstellungen oder Prognosen messen
Keiner
Kein handelbarer Preis
Forschung / Medien / Analyse
Nicht anwendbar
Auf kleineren Bildschirmen horizontal scrollen, um alle Merkmale zu vergleichen.
02 / SIX-FACTOR TEST
Die belastbare Einordnung beginnt unter dem Label.
Worauf bezieht sich das Produkt rechtlich und wirtschaftlich?
Variabel, Quote, fixer Betrag oder keinerlei Auszahlung?
Matching zwischen Nutzern oder Anbieter als Gegenpartei?
Gibt es einen transparenten Sekundärmarkt vor Fälligkeit?
Retail, professionelle Nutzer, Forschung oder rein virtuell?
SUBSTANCE OVER LABEL
„YES / NO“ beschreibt den Ausgang – nicht automatisch das Produkt.
Finanzaufsicht und Glücksspielaufsicht prüfen unterschiedliche Tatbestände. Beide Prüfungen können parallel relevant sein; keine ersetzt die andere.
Konkrete Ereignisfrage, Zahlungsanspruch, Geldfluss, Gegenpartei, Zielmarkt und Settlement einzeln dokumentieren.
Aus Begriffen wie „Market“, „Event“, „Opinion“ oder „Wette“ unmittelbar auf den Rechtsstatus schließen.
Redaktioneller Standard: Die Matrix ist eine systematische Orientierung, keine Produktfreigabe und keine Rechtsberatung. Die Einordnung hängt vom konkreten Vertrags- und Vertriebsmodell sowie der betroffenen Jurisdiktion ab.
Eigene Konstellation prüfen